Grillieren ist ein komplexes Verfahren geworden. Drum unsere Sommerfrage: Bröteln die Mitarbeitenden von Hochparterre, und wenn ja, wie? Die Bildergalerie zeigt es.
Reaktionär-carnivores CO₂-Verschleudern oder gemeinschaftsfördernder Sommergenuss-Lebensstil? Totes Tier oder vegan? Gas oder Kohle? Früher war grillieren einfach und unbestritten. Und heute? Wir wollten wissen, wie die Menschen bei Hochparterre grillieren (oder grillen). In der Bildergalerien zeigen wir, ob, was, wo, mit wem und wie auf den Grill kommt.

«Mein kleiner alter Kugelgrill wird nur noch selten benutzt. Umso lieber mache ich Feuer im Freien.» Palle Petersen, Redaktion

«Wir haben einen klassischen Webergrill, der nur mit Holz befeuert wird. Da gibts dann Lammkoteletts oder geröstete Auberginen. Und danach ist er unser Lagerfeuer.» Antje Reineck, Grafik

«Wenn ich grille, dann meistens mit meinen Freundinnen. Wir geniessen den Sommerabend, grillieren Poulet und Gemüse, lachen und reden. Was braucht es mehr als gute Freunde, Sommer und – ganz wichtig – einen Grill!» Emina Mujevic, Verlag

«Als sich mein Vater einen Kugelgrill zulegte, übernahm meine Schwester den alten Familiengrill. Seit wir zusammen in einem Dreifamilienhaus mit Garten leben, ist er jeden Sommer in Betrieb. Der Rost ist schon arg dünn, die Gussschale aber lässt sich um 90 Grad kippen, um einen Braten am Spiess zu drehen – dank des Motörchens, auch schon bald 50 Jahre alt.» Barbara Schrag, Grafik

«Mein Grill steht in den Bergen. Kürzlich zum Beispiel hier in einer Notunterkunft in Italien wärmt das Feuer noch den Tee vor dem Sich-In-den-Schlafsack-Verkriechen.» Ivo Bösch, Redaktion Hochparterre Wettbewerbe (Foto: Judith Wolf)

«Wir grillieren auf unserer selbstentworfenen Grillstation, die auf das Balkongeländer montiert ist. Im Bild seht ihr den Grillmeister, Architekten, Designer und Bauleiter der Konstruktion. Er isst am liebsten ein gutes Steak oder Spareribs, unser Sohn eine Grillschnecke und ich Käsewürste. Immer in Kombination mit einem feinen Salat.» Gabriela Projer, Verlag

«Habemus craticulam! Ein paar Ziegelsteine und ein Notkauf im Jumbo einen Tag vor dem Lockdown sorgen für auch extrasaisonal für Grillvergnügen und eine warme Stube. Der Dunst zieht durch den Kamin ab. Als das Foto gemacht wurde, war es mir zu heiss für einen Grillabend, die aufgestapelten Scheite deuten an, wie es funktionieren könnte.» Maarit Ströbele, Redaktion

«Sieht teuer aus, ist aber ein altes Landi-No-Name-Aktionsmodell. Schont den schmalen Geldbeutel, kann aber trotzdem das Essen für die ganze Familie garen. Gasgrill, weil Kohle nicht erlaubt und Elektro ohne Flammen nicht spassig ist. Drauf kommt Fleisch, Gemüse, Pilze, Grillkäse und alles dazwischen.» Dimitrj Egloff, Marketing

«Hätte ich einen Grill, würde er wohl hier stehen. Tut er aber nicht, weil das Grillieren auf dem Balkon nicht meine Sache ist. Ich mache lieber Spaghetti.» Marcel Bächtiger, Redaktion

«Midsummer-Barbecue: Bisher bin ich ohne eigenen Grill ausgekommen. Neu als Gartenpartnerin schätze ich das gemütliche Grillieren, Beisammensein und Essen im Schrebergarten.» Juliane Wollensack, Grafik

«Ich grille am liebsten auf offenem Feuer im Wald. Bewaffnet mit Stecken und Schlangenbrot sitze ich garantiert immer dort, wo der Rauch hin bläst. Der Teig ist aussen verkohlt und innen roh (wie es sich gehört), die Vegiwurst fällt jedes dritte Mal in die Glut und am Schluss sind die mitgebrachten Salate und Chips die wahren Stars des Brätelplauschs.» Sarah Schranz, Verkauf

«Den Grill meiner Eltern habe ich anders in Erinnerung. Sie müssen sich in den 40 Jahren, die ich nicht mehr in Düsseldorf-Urdenbach wohne, einen neuen zugelegt haben. In Erinnerung habe ich einen für heutige Verhältnisse winzigen runden Grill ohne Deckel, darauf riesige Schweinskoteletts.» Axel Simon, Redaktion

«In unserem Schrebergarten macht ein mobiler Rost mit Handgriff die Feuerschale zum Grill.» Roderick Hönig, Redaktion

«Ein Kugelgrill. Stationiert unter dem Balkon. Der klassische Weber – funktional, zuverlässig. Wenn er zum Einsatz kommt, verlässt er sein Versteck. Holzkohle glüht, die Luftzufuhr geregelt. Alles durchdacht. Belegt wird, was das Herz begehrt: Fisch, Fleisch, Käse, Gemüse, Pilze, sogar Früchte. Jedes Mal ein Fest für Alle. Familie, Freundinnen, Nachbarn – er macht alle satt.» Michael Volken, Verkauf

«Alle, die den Kreis 5 kennen, wissen wo der Lieblingsplatz liegt. Das schöne ist, er ist öffentlich und wird bei Grossandrang auch gerne geteilt.» Susanne von Arx, Verlag

«Ein alter Kugelgrill auf dem Balkon oder ein Klappgrill hinterm Haus (im Bild). Beides mit Kohle, drauf kommen gerne Planted-Burger, Gemüse oder Wiedikerli.» Urs Honegger, Redaktion

«‹Schatz, bisch so lieb, bringsch mer na en Hülse!› ruft Reto vom Keramikgrill und wendet theatralisch die Steaks. Er liebt es, Gäste mit seiner eigenen Marinade zu verwöhnen – Familienrezept! Zum Glück hatte Karin im Megastore eingekauft und die Salate vorbereitet, das ist weniger sein Ding.» Joris Jehle, Redaktion